Eclipse


Liebe Propra-Teilnehmer, liebe Beleger des Kurses 1618,

diese Seite soll Ihnen ein paar Hilfen zum Einstieg in die Arbeit mit Eclipse bieten bieten.

Download und Installation

Vorkonfigurierter Workspace

Tutorial / Animationen / Hilfe

Tastatur-Shortcuts


Download und Installation

Welche minimale Rechnerausstattung nötig ist, um mit einer aktuellen Version von Eclipse sinnvoll arbeiten zu können, habe ich nicht getestet, aber auf meinem Netbook mit 1600-MHz-Prozessor und 1 GB RAM ist flüssiges Arbeiten problemlos möglich. Die Datei, die zur Installation heruntergeladen werden muss, hat eine Größe von knapp 150 MB. Der Download über Modem oder ISDN ist daher normalerweise nicht sinnvoll.

Bevor sie Eclipse installieren, sollten Sie ein aktuelles JDK (Java Development Kit) installiert haben. Zwar reicht für Eclipse eigentlich ein JRE, aber beim JDK sind auch die Sourcen und einige wichtige zusätzliche Werkzeuge enthalten. Für den Kurs 1618 und das Propra wird als Minimum von der Java-Version 1.5 (auch Java 5.0 genannt) ausgegangen, ich empfehle aber die Installation der aktuellsten Version. Das enstprechende JDK finden Sie unter http://www.oracle.com/technetwork/java/javase/downloads/index.html, zur Zeit als "Java SE Development Kit (JDK) 8u40". Die Download-Größe beträgt je nach Betriebssystem etwa 145 - 200 MB. Auf der gleichen Seite weiter unten finden Sie übrigrens auch einen Link zum Download der API-Dokumentation (Java SE 8 Documentation) als Zip-Datei, welche Sie am Besten gleich mit herunterladen sollten (nicht entpacken).

Eclipse selbst können Sie hier als Zip-Datei herunterladen: http://www.eclipse.org/downloads/. Zu empfehlen ist die Verwendung des aktuellen Release, das ist zur Zeit "Eclipse Luna SR2Juno" (Eclipse 4.4.2). Für die Belange des Kurses reicht die Version "Eclipse IDE for Java Developers (~ 155 MB)".

Die Installation von Eclipse besteht darin, dass Sie die heruntergeladene Zip-Datei in ein Verzeichnis Ihrer Wahl entpacken, wobei automatisch ein Verzeichnis "eclipse" angelegt wird. Wenn Sie also Eclipse in " C:\Programme\eclipse" haben wollen, entpacken Sie die Zip-Datei nach "C:\Programme". Bei der Installation von Eclipse werden keine Veränderungen an Dateien oder Einstellungen des Betriebssystems vorgenommen.

Nach dem Entpacken finden Sie im Eclipse-Verzeichnis eine ausführbare Datei (unter Windows eclipse.exe). Wenn Sie eine Verknüpfung zu dieser Datei auf dem Desktop erstellen, können Sie Eclipse später von dort starten. Lesen Sie aber bitte zuerst noch den weiter unten folgenden Abschnitt "Vorkonfigurierter Workspace".


Vorkonfigurierter Workspace

Ein Workspace ist eine Eclipse-Arbeitsumgebung, welche Ihre Projekte und die Einstellungen von Eclipse enthält. Um Ihnen den Einstieg in Eclipse zu erleichtern, haben wir einen Workspace für Eclipse ab Version Mars.2 (4.5.2) erstellt, in dem einige sinnvolle Einstellungen bereits getroffen wurden (Liste). Sie können diesen Workspace als Zip-Datei hier herunterladen: http://feu.mpaap.de/eclipse/workspace44x.zip. Entpacken Sie die Zip-Datei bitte in ein Verzeichnis Ihrer Wahl. Dieses Verzeichnis muss nicht unterhalb des Eclipse-Installationsverzeichnisses liegen; Sie können also Daten und Programm sauber getrennt halten. Ein Unterverzeichnis "workspace" wird dabei automatisch angelegt.

Wenn Sie Eclipse zum ersten Mal starten, werden Sie gefragt welchen Workspace Eclipse für die Ausführung von Java-Programmen aus der IDE verwenden soll. Bei dieser Anfrage können Sie einfach den kompletten Pfad des soeben entpackten Verzeichnisses angeben. Eine weitere Möglichkeit, den zu verwendenden Workspace festzulegen, besteht darin, diesen in den Eigenschaften der Verknüpfung zu Eclipse anzugeben. Dazu öffnen Sie die Eigenschaften dieser Verknüpfung und hängen an den unter "Ziel" angegebenen Pfad durch ein Leerzeichen getrennt die Option  -data <PFAD_ZUM_WORKSPACE> an. Mit <PFAD_ZUM_WORKSPACE> ist dabei der tatsächliche Pfad zum Workspace gemeint, d.h. Sie schreiben diesen hin, ohne die Spitzklammern. Sollten in Ihrem Pfad Leerzeichen vorkommen, müssen Sie ihn zusätzlich in Anführungszeichen setzen. Wenn Eclipse über diese Verknüpfung gestartet wird, verwendet Eclipse den angegebenen Workspace.

Ob Sie sich im vorbereiteten Workspace befinden, erkennen Sie daran, dass dort bereits ein Projekt "Hello" mit einem "Hello World"-Programm angelegt ist.

Wenn Sie Eclipse nun im vorkonfigurierten Workspace gestartet haben, sollten noch einige Einstellungen vorgenommen werden, um den Workspace an die Gegebenheiten Ihres Systems anzupassen:

  1. Von Eclipse zu verwendendes JRE wählen

    Unter "Window - Preferences - Java - Installed JREs" ist eingetragen, welches JRE Eclipse verwenden soll. Meistens findet sich hier ein Eintrag, der auf ein reines JRE verweist, welches Eclipse beim Start selbsttätig gefunden hat. Hier sollten Sie mit "Add" das von Ihnen installierte JDK zur Auswahlliste hinzuzufügen und es anschließend als das zu verwendende auswählen. Im "Add JRE"-Dialog vergeben Sie einen passenden Namen (z.B. "JDK 8") und wählen als "JRE home directory" das Wurzelverzeichnis der JDK-Installation.

  2. API-Dokumentation einbinden

    Als "Javadoc URL" wird im o.g. "Add JRE"-Dialog automatisch ein Verzeichnis auf Suns Server voreingestellt. Wenn Sie - was zu empfehlen ist - die API-Dokumentation lokal als Zip-Datei vorliegen haben, sollten Sie Eclipse den Pfad zur lokalen API-Dokumentation bekanntmachen:

    Unter "Window - Preferences - Java - Installed JREs " wählen Sie das zu verwendende JRE (bzw. JDK). Markieren Sie es und klicken Sie auf "Edit". In dem sich öffnenden Dialogfenster "Edit JRE" findet sich unten ein Bereich mit den von Ihrem JRE verwendeten Bibliotheken. Markieren Sie dort die Bibliothek rt.jar (enthält die Klassen der Standard-Klassenbibliothek) und klicken Sie auf "Javadoc Location". Wählen Sie den Radio-Button "Javadoc in Archive" an und suchen Sie über "Browse" als "Archive-Path" den Pfad zu der unausgepackten ZIP-Datei mit der API-Dokumentation. Wenn Sie anschließend bei "Path within archive" auf "Browse" klicken, sollte automatisch das Verzeichnis "/docs/api" innerhalb ihrer Zip-Datei vorgewählt sein. Bestätigen Sie dies mit "OK" und schließen Sie anschließend den Dialog ebenfalls mit "OK".

    Sie sollten sich nun wieder im Dialog "Edit JRE" befinden. Schließen Sie diesen mit "Finish" und verlassen Sie mit "OK" den Preferences-Dialog. Wenn Sie die Einstellung korrekt vorgenommen haben, können Sie nun im Java-Editor von Eclipse ein Element markieren und dann mit der Tastenkombination SHIFT + F2 die API-Doku zu diesem Element öffnen (beim ersten Mal dauert das einen Moment). Sollten Sie eine Anfrage Ihrer Firewall bekommen, ob Eclipse weiter geblockt werden soll, schalten Sie Eclipse bitte frei: Eclipse verwendet zur Anzeige der API-Doku einen integrierten Mini-Webserver.

  3. Quellcode der Klassen der Standardbibliothek einbinden

    Hinweis: Wenn Sie in Schritt 1 ein JDK mit installiertem Quellcode als zu verwendendes JRE angegeben haben, wird der Quellcode automatisch korrekt eingebunden. Sie brauchen dann diese Einstellung nicht zu verändern.

    Unter "Window - Preferences - Java - Installed JREs " wählen Sie das zu verwendende JRE (bzw. JDK). Markieren Sie es und klicken Sie auf " Edit". In dem sich öffnenden Dialogfenster "Edit JRE" findet sich unten ein Bereich mit den von Ihrem JRE verwendeten Bibliotheken. Markieren Sie dort die Bibliothek rt.jar (enthält die Klassen der Standard-Klassenbibliothek) und klicken Sie auf "Source-Attachment". Klicken Sie auf "External File" und suchen Sie den Pfad zur Datei "src.zip". Diese sollte sich im Wurzelverzeichnis Ihres JDK befinden.

    Wenn Sie die Einstellung korrekt vorgenommen haben, können Sie nun im Java-Editor von Eclipse ein Element aus der Standard-Klassenbibliothek markieren und dann mit der Taste F3 den Quellcode dieses Elements öffnen (beim ersten Mal dauert das einen Moment).

  4. Javadoc-Werkzeug einbinden

    Wenn Sie aus Eclipse heraus das "Javadoc"-Werkzeug verwenden wollen, um selbst eine API-Dokumentation für eigene Klassen zu erstellen, müssen Sie bei der ersten Verwendung des Werkzeugs angeben, wo Eclipse das "Javadoc command" findet. Unter Windows ist das die Datei javadoc.exe. Diese Datei gehört zum JDK und befindet sich dort im bin-Verzeichnis.

Im dem auf dieser Seite herunterladbaren vorkonfigurierten Workspace wurden folgende Anpassungen gegenüber dem "Original" vorgenommen:

Tutorial / Animationen / Hilfe

Eclipse enthält mehrere kleine Tutorials, darunter auch eines, das zeigt, wie man eine erste kleine "Hello World"-Application erstellt. Man erreicht es über den Menüpunkt "Help - Welcome", Klick auf das Tafel-Symbol und dann auf das Tutorial "Java Development - Create a Hello World application".

Auf http://feu.mpaap.de/eclipse/filme.html finden sich einige Flash-Animationen, die u.a. zeigen, wie man in Eclipse ein Projekt anlegt, Quellcode editiert, compiliert und das compilierte Programm ausführt. Diese Animationen befinden sich auf dem Stand von Eclipse 3.1. An der generellen Vorgehensweise hat sich aber nichts geändert.

Auch die in Eclipse integrierte Hilfe-Funktion ist ausgesprochen empfehlenswert. Interessanter Einstiegspunkt ist hier u.a. "Help - Tips and Tricks - Eclipse Java Development Tools".

Fragen zu Eclipse können Sie auch in der Diskussions-Newsgroup zum Kurs 1618 stellen. Bitte verwenden Sie dabei möglichst einen der bereits bestehenden Threads "Eclipse: Fragen zur Verwendung" bzw. "Eclipse: Fragen zur Installation" und posten Sie Ihre Frage mit einem geeigneten Betreff als Antwort auf den Startbeitrag.


Einige wichtige Eclipse-Tastatur-Shortcuts

STRG + SPACE      Auto-Ergänzung
SHIFT + F2      API-Doku des markierten Elements öffnen
F3      Deklaration (Quellcode) des markierten Elements öffnen
STRG + L      Gehe zu Zeile...
STRG + SHIFT + P      Gehe zu korrespondierender Klammer
STRG + Q     Gehe zum Ort der letzten Änderung
STRG + .     Gehe zur nächsten Anmerkung
STRG + ,      Gehe zur vorigen Anmerkung
STRG + 1      Quickfix bzgl. markierter Anmerkung
STRG + 7      Zeile bzw. markierten Bereich auskommentieren bzw. entkommentieren
STRG + ß      markierten Bereich in Blockkommentar umwandeln
STRG + SHIFT + ß      Blockkommentar im markierten Bereich zurückwandeln
STRG + SHIFT + M      Import hinzufügen
STRG + SHIFT + O      Importe organisieren
STRG + SHIFT + F      Quellcode formatieren
STRG + F11      Zuletzt gestartetes Programm erneut ausführen
ALT + SHIFT + R      Refactoring: Markiertes Element Umbenennen



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Zuletzt geändert am 24.03.2015 von Michael Paap                  IMPRESSUM

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